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Die Burg Hardeg in Hardegsen
News und Infos

HP Hands-on-IVF-Bericht

Hands-on-Methoden Programm

Fotoprotokoll Patientin-Labor

Learning Schedule Overview

In-vitro-Maturation porciner Oozyten auf Feederlayer-Kulturen mit Antikörpern gegen Inhibin

Identifikation und funktionale Charakterisierung von Duftrezeptorproteinen in Säugetierkeimzellen

Vitrifikation von Mäuseblastocysten mit der OPS-Methode unter Zusatz verschiedener Saccharosekonzentrationen

Einfluss von Anti-Inhibin und Kokultursystemen auf die In-vitro-Maturation und Befruchtung von Schweineeizellen

Überlebensfähigkeit von kryokonservierten Mäuseembryonen

IVF: Hoffnung für Paare mit Kinderwunsch

Ashgabat Medical Center introduces embryo implantation


17.02.2009

revolutionäre Neuerungen

Stammzellentherapie bei Verletzungen am Bewegungsapparat des Pferdes

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Nach einer langen Planungsphase ist endlich ein erster Kurs „Hands-on Methoden im IVF Labor“ auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Ärztinnen für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie(ÄRE) unter der Schirmherrschaft der deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (DGRM) zustande gekommen. Die Landesärztekammer Niedersachsen hat diesen Kurs unter der ärztlichen Leitung von Frau Prof. Bals-Pratsch aus Regensburg zertifiziert. Vom 12.-16. Januar 2011 haben sich sechs Gynäkologinnen mit Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin aus ganz Deutschland und Österreich zusammengefunden, um gemeinsam Eindrücke über die in ihren eigen Laboren angewendeten Methoden zu sammeln und so die Probleme, Arbeitszeitaufwendungen und Organisation im Labor besser zu verstehen. Die künstliche Befruchtung und einen Embryotransfer dürfen nur Ärztinnen und Ärzte durchführen (Embryonenschutzgesetz 11). Somit ist die / der Fachärztin/-arzt für die IVF-Leistung verantwortlichen. Daher ist es für diese leitende Position immens wichtig, alle Handgriffe im Labor zu verstehen.
In einem vier-tägigen Kurs wurden in einem „Showroom“, eingerichtet im Burghotel zu Hardenberg in Nörten-Hardenberg, viele Labormethoden durchgeführt und geübt, begonnen mit der Eizellpunktion über Eizellsuche, Eizelldenudation, Spermaaufbereitung, ICSI, Lasertechniken, Kryokonservierung etc.

Alle Methoden wurden im Tiermodell demonstriert. So standen Ovarien von Schlachthofsauen und -Rindern für die Punktion zur Verfügung und Ejakulate konnten von der Besamungsstation in Göttingen sowohl frisch als auch tiefgefroren gewonnen werden. Den Auftakt für die praktischen Übungen stellte ein Besuch auf der Hengststation Eicke in Immensen/Einbeck dar. Hier wurden an dem Beispiel Pferd die Möglichkeiten der Samengewinnung dargestellt, Spermaaufarbeitungsmöglichkeiten besprochen und im Labor die Schlachtovarien von Rind und Schwein punktiert.
Für alle Teilnehmerinnen war dieser Bereich der Reproduktionsmedizin sehr inspirierend, so dass sehr intensiv über die Techniken bei anderen Säugetieren und beim Menschen reflektiert und über Rückschlüsse auf die Behandlungsmöglichkeiten beim Menschen diskutiert wurden.
Nachdem im „Showlabor“ im Burghotel die Eizellen an sechs Stereolupen-Arbeitsplätzen gesucht wurden, die unterschiedlichen Möglichkeiten des „Eizellhandlings“ ausprobiert wurden, standen diese Eizellen anschließend für die ICSI zur Verfügung, die dann an zwei unterschiedlichen ICSI Arbeitsplätzen durchgeführt wurde. Neben der ICSI wurden Laser, Spindel -und zona Imaging, IMSI sowie Blastomerenbiopsien demonstriert und auch selber an den bovinen und porcinen Eizellen durchgeführt.

Einen echten Höhepunkt bildete die Life-Demonstration der Gewinnung von Mäusegameten, -zygoten und-embryonen. Unter Kamera-Kontrolle konnten die Teilnehmerinnen am Bildschirm miterleben, wie durch filigranes Handwerk durch Mitarbeiter des Göttinger Max-Planck-Institutes für Experimentelle Medizin die Gameten- und Embryonal-Stadien gewonnen wurden. Embryonen wurden in Kultur genommen und standen für weitere "Handlings"-Techniken und Beurteilungen unter der Stereolupe zur Verfügung. Der Kurs wurde von drei abendlichen Vorträgen von Prof. Dr. H. W. Michelmann (Universitätsmedizin Göttingen, Frau Dr. M. Wiarda („Wertvoller Vertrieb“, Hardegsen) und Frau Dr. P. Najudu (Deutsches Primantenzentrum Göttingen) ergänzt. Mit Yoga und Klangschalentherapie wurde den Teilnehmerinnen aktiv vermittelt, wie positiv sich diese Entspannungstechniken begleitend auf eine IVF Therapie auswirken können.
Allen unterstützenden Mitwirkenden, den Teilnehmerinnen und mir selber hat der Kurs viel Freude bereitet. Den Teilnehmerinnen wurden viele wichtige Einblicke vermittelt, die die Empfindlichkeit und Komplexität der Methoden im IVF Labor besser verstehen lassen. Sicher ist, dass es zu sehr intensiven Kontakten und neuen Freundschaften gekommen ist, die auf jeden Fall den interkollegialen Austausch in der Routine nach sich ziehen werden.

An dieser Stelle gilt es meinen ganz großen Dank an die vielen Mitwirkenden der Industrie sowie der verschiedenen Forschungseinheiten auszusprechen. Neben der Bereitstellung der neuesten Technologien und Möglichkeiten im ART Bereich wurde der Workshop durch hochrangiges Know-how und praxisrelevante Vorträgen positiv unterstützt und gestaltet.
Ohne die Unterstützung der Firma MSD vertreten durch Frau Berit Breder wäre dieser Kurs nicht möglich gewesen. Auch hier gilt mein ganz besonderer Dank.

Dr. Manuela Ropeter
Dragon IVF International

Erfolg durch Kooperation