Projekte

Auswahl von BERICHTEN ÜBER ABGESCHLOSSENE Hands-on TRAININGS

Die Dragon IVF hat weltweit bereits mehrere erfolgreiche Hands-on Trainings in neu errichteten IVF Klinken durchgeführt. Berichte über die einzelnen Trainings-Projekte lesen Sie hier. Wir bedanken uns bei allen Organisationen, Kollegen und Teilnehmern.

  • IVF Labore werden weltweit nach einer individuellen Situationsanlayse eingerichtet und Personal kann in den eigenen Einrichtungen geschult und ausgebildet werden
  • Auf Wunsch kommt das Team der Dragon IVF International in jedes gewünschte Land, um gemeinsam mit dem ansässigen Team IVF Patienten zu behandeln
  • Dragon IVF unterstützt die Vorbereitungen von internationalen Kongressen und Aufbau von praktikablen Messeständen

Quicklinks

Labotect Trainingscenter
Universität Göttingen
Aschgabat
Abu Dhabi
Nörten-Hardenberg, Workshop
Jordan Farah Hospital, Jordanien
Kasachstan Almaty

Wenn auch Sie eine IVF Klinik errichten oder Ihre Mitarbeiter aus- oder weiterbilden lassen möchten, kontaktieren Sie uns gerne.

Kontakt aufnehmen

1. DSF-Labcon Trainingscenter

Nach einer sehr langen Phase der Planung und Evaluation ist es 2014 endlich gelungen, auch in Deutschland die Möglichkeit individueller Hands-on IVF-Trainings zu geben.

In Kooperation mit der DSF Labcon wurde in den Räumen der Labotect GmbH in Göttingen ein permanentes Schulungszentrum etabliert, wo die benötigten Techniken der Kinderwunschbehandlung und Laborarbeiten der assistierten Reproduktion von unseren Trainern intensiv geschult und gelehrt werden. Das Ziel liegt darin, innerhalb kürzester Zeit den Trainees die handwerklichen und theoretischen Fertigkeiten der assistierten Reproduktion zu vermitteln. Dies wird durch kleine Gruppengrößen sowie Trainer, die mehr als 10 Jahre im Beruf stehen, erreicht.

Der Pilotkurs über 5 Tage in der DSF Labcon wurde mit 5 MTAs Deutschlands durchgeführt und erfreute sich einer sehr guten Resonanz.

Bei Interesse melden sie sich direkt bei der DSF Labcon GmbH in Rosdorf/Göttingen.

Labcon Trainingscenter

Universität Göttingen

Anfang 2006 bis Ende 2007 fand die erste Evaluierungsstudie zu dem Nutzen, der Durchführbarkeit und der Effizienz einer Trainingseinheit für assistierte Reproduktion statt. Dabei sollten folgende Fragestellungen geklärt werden:

  • Gibt es ausreichend Nachfrage zum Erlernen der handwerklichen Techniken in einem angeleiteten Hands on Training?
  • Ist es möglich, Personen mit einer Basisausbildung im naturwissenschaftlichen Bereich in einem begrenzten Zeitraum die Techniken der assistierten Reproduktion zu vermitteln?
  • Kann man die Industrie als Natural-Sponsoren innerhalb dieses Projektes von dem Nutzen überzeugen?
  • Können wissenschaftliches Arbeiten und Schulungen von Anfängern im gleichen Labor stattfinden?

Die Antworten ergeben sich aus den folgenden Erfahrungen.
Im Institut für Tierzucht und Haustiergenetik in Göttingen wurde ein IVF Labor den neusten Standards entsprechend eingerichtet. Hierzu gehörten ein schwingungsfreier Tisch, Varolab, ein Mikroskop Observer Fa. Zeiss, ein Laser mit Computersoftware Octax mit Eyeware MTG, ein Mikromanipulator Fa. Luigs und Neumann, ein Werktisch mit integrierter Heizplatte, Varolab, ein Kleininkubator C 42, Labotect, ein mittelgroßer 60 l Inkubator Fa. Labotect, ein CO 2 Messgerät 4010 Fa. Labotect.
Weiterhin kamen Verbrauchsmaterialien sowie Demonstrationsutensilien der Fa. Biomedical Instruments, Cook, Medicult, Heike Janssen und Vitrolife zum Einsatz.

In diesem Labor war es somit Master- und Promotionsstudenten möglich, wissenschaftliche Arbeiten mit einer optimalen Laborausstattung zu absolvieren und so nachvollziehbare gute Ergebnisse zu erzielen. Gleichzeitig konnten Kurse für Interessierte aller Disziplinen der Laborarbeit der assistierten Reproduktion durchgeführt werden. Die Industrie konnte Fragestellungen für ihre Produkte in kürzester Zeit mit versiertem Fachpersonal abklären und allen stand eine permanente Industrieausstellung zur Verfügung.
Das Labor stellte eine Symbiose dar, das Wissenschaft, Industrie und dem Einzelunternehmen Dragon IVF International maximalen Nutzen erbrachte.

  • Frau Dr. Nazik Karrar (Sudan) erlangte in einem 4-wöchigen Training alle handwerklichen Kenntnisse, über die man in einem IVF Labor verfügen muss. Durch dieses intensive Training war es ihr möglich, in ihrem Heimatlabor mit vorzeigbaren Schwangerschaftsraten aufzuwarten.
  • Frau Stephanie Buhtz (Deutschland) erlangte den Titel des Masters der Agrarwissenschaften. ( Aus dem Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Georg-August-Universität Göttingen Überlebensfähigkeit von kryokonservierten Mäuseembryonen nach Zwischenlagerung bei -18°C oder -79°C Masterarbeit im Fachbereich Fortpflanzungsbiologie und Biotechnik vorgelegt von Stephanie Buhtz Göttingen im Juli 2007)
  • Herr A. Al Yacoub (Jordanien) erlangte den Doktortitel der Agrarwissenschaften.Vitrifikation von Mäuseblastocysten mit der OPS-Methode unter Zusatz verschiedener (SaccharosekonzentrationenVortragstagung der DGfZ und GfT am 26./27. September 2007 in HohenheimSaccharosekonzentrationenA. Al Yacoub, M. Gauly, J. Reischl, W. Holtz)
  • Herr Dr. Moataz (Ägypten) konnte mit Hilfe des Labors viele Veröffentlichungen vollbringen.
  • Herr Gerado Padilla (Mexiko) erlangte durch ein 4 tägiges ICSI Training die Grundkenntnisse der Mikromanipulation.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es möglich ist, verschiedene Firmen innerhalb eines Projektes zu vereinigen. Der Schulungserfolg ist bei allen Personen erzielt worden.
Das Labor kam zu seiner vollen Auslastung durch die Nutzung der Studenten. Die Evaluierungsstudie wurde erfolgreich abgeschlossen.

Aschgabat (Turkmenistan)

In Aschgabat, Turkmenistans Hauptstadt, hat sich eine Medical City entwickelt, die nun auch das Feld der Gynäkologie im speziellen der assistierten Reproduktion betreut. Dragon IVF International wurde dankenswerter Weise konsultiert, hier die Fachkompetenz für diesen Bereich zu liefern.
In einem ersten Training wurden 4 Personen ( 1 Androloge, 1 Embryologin, 1 Gynäkologin und 1 Genetiker) zu einem 5 tägigen Training nach Göttingen geholt, um die Leute der Disziplin der assistierten Reproduktion zu schulen und auf ihren zukünftigen Arbeitsplatz vorzubereiten.

. Das weitere Fördertraining hat dann vor Ort in Aschgabat stattgefunden.

Dragon IVF hat die Planung des IVF Labores mit Kryokonservierung, Andrologie, Embryologie und Embryokultur sowie Genetiklabor übernommen. In einem 5 Jahresplan wurden die am besten für die Situation geeigneten Geräte und Verbrauchsmaterialien ermittelt. Um wertvolle Gelder sinnvoll anzulegen hat Dragon IVF International die komplette Planung und Individualanalyse übernommen, der Import der Geräte und Materialien wurde über die Firma Hospitalia International vollzogen.
In einer ersten Laborabnahme wurden dann die Geräte installiert, optimal positioniert sowie die Räumlichkeiten ihren Ansprüchen gemäß optimiert (März 2007). Auch der gynäkologische Teil wurde in Betrieb genommen und sogar erste Patientenconsultings haben stattgefunden.
Eine Fernsehübertragung dokumentierte ausführlich diese ersten Schritte.

Die erste Batch mit über 40 IVF Patienten wurde schon im Mai 2007 durchgeführt. Die Stimulationen und Voruntersuchungen haben in Aschgabat vor Ort stattgefunden, allerdings wurde ein intensiver Austausch der Untersuchungsergebnisse von Patienten geführt.
Nach der Ankunft in Aschgabat wurden die Patienten über 18 Tage mit ICSI, IVF, ICSI TESE, Kryokonservierung und Blastozytenkultur behandelt. Alle notwendigen Protokolle und Techniken wurden etabliert.

Eine Tagung mit 150 zuweisenden Gynäkologen hat im Hospital der Ene Mahri stattgefunden. Das heimische Personal wurde den Arbeitsplätzen gemäß angelernt beziehungsweise das in Göttingen erworbene Basiswissen wurde im Labor vertieft. Schritt für Schritt wurden die Laborfachkräfte und Ärzte an Ihre zukünftigen Aufgaben herangeführt.

Im Zeitraum von mehr als vier Wochen 27. 2. – 30.03. 2010 wurden 74 Paare im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung vorgestellt.
Ein großes Team aus IVF Labor, Genetik, Gynäkologen, Schwestern und Anästhesisten sorgte für eine komplikationslosen Batchverlauf. Es wurden die Techniken Blastocytenkultur, Vitrifikation und Family Balancing Techniques fest etabliert.

Durch den hohen Standard der Einrichtung des IVF Labores steht in Aussicht ein Trainingszentrum für Techniken des assistierten Reproduktion zu etablieren. Auch Patienten aus dem Umland soll die Möglichkeit der Behandlung gewährt werden.

Insgesamt gesehen kann man hier von einem zukunftsorientierten Projekt sprechen, welches nur durch eine hohe Bereitschaft der Kooperation zwischen den Teammitgliedern ermöglicht wird.

Eine neue Batch über 4 Wochen fand bereits im September 2010 statt.

Nachdem im September und Oktober eine weitere kleinere Batch stattgefunden hat, konnte festgestellt werden, dass das Team in Aschgabat in der Ausbildung im Labor und in der Medizin weit vorangeschritten ist.
Eine weitere kleine Batch im März 2011 wurde durchgeführt, wo es zu sehr guten Schwangerschaftsraten gekommen ist. Somit gilt dieses Projekt in Aschgabat als erfolgreich abgeschlossen.

For the first time in Turkmenistan’s medical practice, doctors of Ene Myahri Mother and Child Health Care Center in Ashgabat have started extra-corporal (artificial) fertilization surgeries. Treatment of all forms of infertility is one of the specialization areas of the Center.

“Leading German specialists from Dragon IVF International having expertise in training techni al personnel for extra- corporal laboratories have visited the Center’s ECF Laboratory. In the interview to the correspondent of Turkmenistan.ru, reproductive embryologist Dr. Manuela Ropiter-Sharfenstein, telling about their work with the Turkmen colleagues, said: “We are starting the second, main stage of our close and fruitful cooperation – practical realization of received skills. First, the Turkmen doctors attended a special training course in Gttingen, Germany, afterwards, we visited Turkmenistan. In March 2007, when we visited Ashgabat for the first time, our Turkmen colleagues successfully underwent the training on using the up-to-date equipment and started preliminary treatment of patients”.

According to Ms Manuela Ropiter-Sharfenstein, as of today, 35 couples are on a waiting list for the surgery.

“We are looking forward to the long-term cooperation with our Turkmen colleagues. We will support the laboratory in Ashgabat and do our best to maintain it”, the German specialist said expressing confidence Turkmenistan has big potential in developing reproductive medicine.”

Abu Dhabi / DPZ

In der Zeit vom 18.-28. September 2009 wurden Teilnehmer aus Abu Dhabi sowie des Deutschen Primatenzentrums Göttingen erfolgreich in den Fertigkeiten rund um das IVF Labor geschult. Exemplarisch zu den anderen Schulungen sollen hier die Ergebnisse kurz zusammengefasst werden.

Innerhalb der Trainingswoche konnten viele verschiedene Aspekte der Assistierten Reproduktion durchgeführt werden und die Methoden auf dem neuesten Stand der Technik demonstriert werden. Es war möglich, durch einen großen Aufwand an Koordination sehr viele verschiedene Tierspezies in das Training mit einzubeziehen, sodass sogar die Gewinnungsmethoden der Gameten geschult werden konnten und anatomische Aspekte untersucht wurden und mit den neuen Techniken abgeglichen werden konnten. Es standen Eizellen und Spermien von Schweinen, Rindern, Kaninchen, Mäusen und Affen zur Verfügung. Zum Ablauf des Trainings lässt sich zusammenfassend sagen, dass es für die Teilnehmer nach eigenen Aussagen absolut lehrreich war.

Es wurde mehrfach hervorgehoben, dass die Teilnehmer noch nie ein solches Training erlebt haben, da es sich hier tatsächlich um ein Hands-on-Training handelte. Herr Ravindra Kumar hat weltweit schon Veranstaltungen besucht und nach seinen Aussagen war er noch nie in der Lage, so viele verschiedene Methoden in solch kurzer Zeit zu erleben und zu erlernen. Diese Aussage hat uns bestärkt, uns für weitere Hands on Schulungen und Trainings vorzubereiten.

Zusätzlich wurde ein Symposium auf der Burg Hardeg zu Hardegsen abgehalten. Durch 2 Vorträge des Herrn Prof. Hans Wilhelm Michelmann , wo zum einen die IMSI und zum anderen die Extended culture Thema waren, wurde das entsprechende Publikum aus Forschung und Industrie mit spannenden Theamtiken konfrontiert und sorgete für eine rege Diskussion . Insgesamt 25 Teilnehmer könnten hierzu begrüßt werden. Es steht außer Frage, dass sowohl der Bedarf solcher echten Hands on Trainings besteht als auch der Nutzten und der Lernerfolg offensichtlich waren.

Learning Schedule Ravindra I

Nörten-Hardenberg, Workshop

Der Kurs „Hands-on Methoden im IVF Labor“ ist auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Ärztinnen für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie (ÄRE) unter der Schirmherrschaft der deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (DGRM) 2011 zustande gekommen. Die Landesärztekammer Niedersachsen hat diesen Kurs unter der ärztlichen Leitung von Frau Prof. Bals-Pratsch aus Regensburg mit 50 Punkten zertifiziert. Vom 12.-16. Januar 2011 haben sich sechs Gynäkologinnen mit Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin aus ganz Deutschland und Österreich zusammengefunden, um gemeinsam Eindrücke über die in ihren eigen Laboren angewendeten Methoden zu sammeln und so die Probleme, Arbeitszeitaufwendungen und Organisation im Labor besser zu verstehen. Die künstliche Befruchtung und einen Embryotransfer dürfen nur Ärztinnen und Ärzte durchführen (Embryonenschutzgesetz §11). Somit ist die / der Fachärztin/-arzt für diese IVF-Leistung verantwortlich. Daher ist es für diese leitende Position immens wichtig, alle Handgriffe im Labor zu verstehen.
In einem viertägigen Kurs wurden in einem „Showroom“, eingerichtet im Tagungssaal des Burghotels zu Hardenberg in Nörten-Hardenberg, viele Labormethoden durchgeführt und geübt, begonnen mit der Eizellpunktion über Eizellsuche, Eizelldenudation, Spermaaufbereitung, ICSI, Lasertechniken, Kryokonservierung etc.

Alle Methoden wurden im Tiermodell demonstriert. So standen Ovarien von Schlachthofsauen und -Rindern für die Punktion zur Verfügung und Ejakulate konnten von der Besamungsstation in Göttingen sowohl frisch als auch tiefgefroren gewonnen werden. Den Auftakt für die praktischen Übungen stellte ein Besuch auf der Hengststation Eicke in Immensen/Einbeck dar. Hier wurden an dem Beispiel Pferd die Möglichkeiten der Samengewinnung dargestellt, Spermaaufarbeitungsmöglichkeiten besprochen und im Labor die Schlachtovarien von Rind und Schwein punktiert.

Für alle Teilnehmerinnen war dieser Bereich der Reproduktionsmedizin sehr inspirierend, sodass sehr intensiv über die Techniken bei anderen Säugetieren und beim Menschen reflektiert und über Rückschlüsse auf die Behandlungsmöglichkeiten beim Menschen diskutiert wurden.
Nachdem im „Showlabor“ im Burghotel die Eizellen an sechs Stereolupen-Arbeitsplätzen gesucht wurden, die unterschiedlichen Möglichkeiten des „Eizellhandlings“ ausprobiert wurden, standen diese Eizellen anschließend für die ICSI zur Verfügung, die dann an zwei unterschiedlichen ICSI Arbeitsplätzen durchgeführt wurde. Neben der ICSI wurden Laser, Spindel -und zona Imaging, IMSI sowie Blastomerenbiopsien demonstriert und auch selber an den bovinen und porcinen Eizellen durchgeführt.

Einen echten Höhepunkt bildete die Life-Demonstration der Gewinnung von Mäusegameten, -zygoten und-embryonen. Unter Kamera-Kontrolle konnten die Teilnehmerinnen am Bildschirm miterleben, wie durch filigranes Handwerk durch Mitarbeiter des Göttinger Max-Planck-Institutes für Experimentelle Medizin die Gameten- und Embryonal-Stadien gewonnen wurden. Embryonen wurden in Kultur genommen und standen für weitere “Handlings”-Techniken und Beurteilungen unter der Stereolupe zur Verfügung. Der Kurs wurde von drei abendlichen Vorträgen von Prof. Dr. H. W. Michelmann (Universitätsmedizin Göttingen, Frau Dr. M. Wiarda („Wertvoller Vertrieb“, Hardegsen) und Frau Dr. P. Najudu (Deutsches Primantenzentrum Göttingen) ergänzt. Mit Yoga und Klangschalentherapie wurde den Teilnehmerinnen aktiv vermittelt, wie positiv sich diese Entspannungstechniken begleitend auf eine IVF Therapie auswirken können.
Allen unterstützenden Mitwirkenden, den Teilnehmerinnen und mir selber hat der Kurs viel Freude bereitet. Den Teilnehmerinnen wurden viele wichtige Einblicke vermittelt, die die Empfindlichkeit und Komplexität der Methoden im IVF Labor besser verstehen lassen. Sicher ist, dass es zu sehr intensiven Kontakten und neuen Freundschaften gekommen ist, die auf jeden Fall den interkollegialen Austausch in der Routine nach sich ziehen werden.

Teilnehmerbericht

Jordan Farah Hospital, Jordanien

Hassan Al Haris, Labor- und Wissenschaftsbedarf / Taawon-Dragon IVF International
Innerhalb von 2 Tagen war es durch eine Zusammenarbeit zwischen Dragon IVF International und Taawon Labaratory & Scientific Supplies möglich, die IMSI-Technik im Farah Hospital in Jordanien zu etablieren. In diesem intensiven Workshop wurde ein lokales IVF-Team aus 4 Embryologen am neu installierten Nikon-Mikroskopsystem mit integriertem Mikromanipulationssystem geschult.

Mikroskop
Hier erschien es sehr vorteilhaft, dass die Auswahl der Spermien unter IMSI-Bedingungen und anschließender ICSI mit demselben Mikroskop möglich ist (einfaches Umschalten des DIC im MC-Modus und umgekehrt). Auf dem Bildschirm wurde eine detaillierte Demonstration der verschiedenen Spermienmorphologie (aus frischen menschlichen Ejakulaten) durchgeführt und die Qualitätskriterien ausführlich mit der erfahrenen Trainerin Frau Helena Angermaier besprochen, die jährlich mehr als 500 IMSI-Fälle persönlich durchführte.

Schulungsinhalte:

  • Qualität A: keine Vakuolen, unauffällige Form des Kopfes und des Mittelstücks, beweglich.
  • Qualität B: Einige kleine Vakuolen, unauffällig bis leicht unterschiedliche Kopfform, beweglich.
  • Qualität C: Große Vakuolen, Veränderungen der Kopfform, beweglich.

IMSI-Konfiguration

  • Invertiertes Nikon Ti-S-Mikroskop
  • Nikon NAMC-Objektiv 10x-40x
  • Nikon Plan 100X N.A. 0,85 IMSI-Objektiv mit DIC-Set
  • Narishige NT-88-V3 Mikromanipulationsset

Sehr interessant war die sensationelle Auflösung mit trockenem IMSI. Das Verfahren ist aufgrund des Mangels an Immersionsöl entstanden und erwies sich als viel elegantere Methode, die Bildqualität des Nikon-Mikroskops ist wunderschön, sodass das System eine echte Option in dieser Technologie sein kann. Der 2. Tag des IMSI-Workshops bestand hauptsächlich aus der Vorbereitung des IMSI, das diskutiert und demonstriert wurde.

  • Demonstration der Herstellung einer Glasbodenschale mit einem Sensible
  • Aufbringen und korrekte Platzierung der Spermasuspension auf der Mikrotröpfchenplatte zur Auswahl der einzelnen Spermien
  • Korrekter Umgang mit der Injektionspipette und Manipulation unter Vergrößerung IMSI
  • Informationen zu möglichen Fehlerquellen, Fehlerbehebung

Im letzten Abschnitt wurden der Laborleiter und die Kollegen angewiesen, das IMSI unabhängig zu üben, und es war sogar möglich, einen Routinefall unter Aufsicht korrekt durchzuführen. Dem Team des Farah Hospital konnte daher bestätigt werden, die IMSI in der Routine durchführen zu können.

Kasachstan Almaty

Kurz vor dem Lockdown der COVID-19 Pandemie 2020 war es mir (Dr. Manuela Ropeter-Scharfenstein) möglich, die Fa. Gynemed sowie die Fa. Global Atlas in Almaty, Kasachstan fachlich zu unterstützen.

Während eines dreitägigen Aufenthaltes in Almaty, der ehemaligen Hauptstadt und zweitgrößten Stadt von Kasachstan (ca. 2 Mio. Einwohner), war es mir neben der fachlichen Betreuung des Teams der größten IVF Klinik IRM in Almaty eine große Ehre, hier referieren zu dürfen und in Hands-on Workshops zusammen mit dem Team interessante Fragestellungen auf höchstem Niveau zu begleiten. Bei dem IVF-Team des IRM Centers (www.IRM.kz) handelt es sich um fachlich höchst kompetentes Personal, mit denen es auch für mich eine unglaubliche Bereicherung war, Fragestellungen von vielen Seiten zu betrachten und zu diskutieren.

Abgesehen von dieser hochprofessionellen Schiene der Arbeit im IVF Labor, wurde ich sofort als Teil dieser großen IVF Familie akzeptiert und integriert. Durch zahlreiche Anlaufpunkte in Almaty haben wir gemeinsam mit Frau Susanne Wächter, Frau Dr. Julia Heinzmann, Teilnehmern der Fa. Labotect und Herrn Martin Stein der Fa. Global Atlas in sehr kurzer Zeit viel erleben dürfen und uns von der Schönheit des Landes überzeugen können. Es ist nicht zu viel gesagt, wenn dieser Aufenthalt in mir sehr viele neue Impulse erzeugt hat und ich insbesondere Frau Wächter als Initiatorin dieses Projektes sehr dankbar bin, an diesem Event teilnehmen zu können. Herrn Stein sowie seinem Team danke ich ebenso für die hervorragenden Übersetzungen.

Ganz besonderer Dank gilt der Familie Jakupov und insbesondere der Direktorin der Klinik für Reproduktionsmedizin in Almaty Frau Tamara M. Jussubaliyeva, für das wirklich große Vertrauen, die tiefen Einblicke in den Ablauf der IVF Vorgänge und den wirklich freundschaftlichen Aufenthalt in der für alle Neuen Welt von Kasachstan.

Ein Projekt, an das alle Beteiligten sicher noch lange denken werden.

Workshop-Programm
Workshop-Programm (RU)